Arbeitssuchend und hochsensibel: Zwei echte Geschichten, zwei geförderte Karrierecoachings, zwei neue Jobs

Hochsensibilität im Job

Zwei meiner Klienten haben mir erlaubt, ihre Geschichte zu erzählen. Beide waren arbeitssuchend, beide hochsensibel, beide hatten die Nase voll vom falschen Job. Und beide haben mit einem geförderten Karrierecoaching einen Neustart gefunden, der wirklich zu ihnen passt. Was sie auf dem Weg dahin erlebt haben, liest du hier.

Wenn die Jobsuche zur Belastung wird, bevor sie überhaupt begonnen hat

Hochsensible Menschen verarbeiten Eindrücke tiefer und gründlicher als andere. Das ist eine Stärke. Im falschen Arbeitsumfeld wird dies jedoch zur Erschöpfungsquelle.

In meiner Beratungspraxis begegnet mir dieses Muster regelmäßig. Viele meiner Klienten kommen nicht einfach mit dem Wunsch nach einem neuen Job zu mir. Sie bringen eine Geschichte mit aus zu vielen Stellen, die sich von außen gut anfühlten, aber von innen nach kurzer Zeit zermürbend waren. Sie kommen mit Erschöpfung, manchmal mit einer diagnostizierten Erschöpfungsdepression, manchmal noch ohne Diagnose, aber mit dem deutlichen Gefühl, dass es so nicht weitergehen kann.

Meine Arbeit setzt mit der Frage an, was diese Menschen wirklich ausgelaugt hat und was sie wirklich brauchen. Hier kommen zwei authentische Geschichten aus meiner Beratungspraxis.

Miriams Geschichte: 30 Jobcoachingstunden, ein Umweg und dann der richtige Weg

Miriam kam zu mir nach einer sechsmonatigen Auszeit wegen Erschöpfungsdepression. Sie ist Marketingexpertin, Mutter von zwei Kindern im Grundschul- und Kindergartenalter und war hoch motiviert, endlich wieder durchzustarten. Als hochsensible Frau suchte sie eine Teilzeitstelle, die ihr diesmal auch eine ausgewogene Work-Life-Balance ermöglicht.

Erst die Analyse, dann die Bewerbung

Wir haben uns zunächst ausführlich Zeit genommen für eine Bestandsaufnahme. Dabei haben wir nicht geschaut, was im Lebenslauf steht, sondern was ihr in der Vergangenheit wirklich Energie gekostet hat. Gemeinsam haben wir herausgearbeitet, welche Rahmenbedingungen sie braucht, um gut arbeiten zu können und welche Kriterien für sie nicht verhandelbar sind.

Miriam bewarb sich dann auf mehrere Stellen. Dabei haben wir gemeinsam fein säuberlich ausgelotet, inwieweit sie sich von ihrem ursprünglichen Bereich im Marketing distanzieren kann, denn gerade in spezifischen Marketingbereichen gibt es nur wenige Teilzeitstellen. Ihren Einkommenswunsch haben wir dabei immer im Auge behalten, denn eine Abkehr von bereits gemachten Erfahrungen schlägt sich meist leider negativ auf das Gehalt nieder. Hier haben wir versucht, eine gute Balance zu finden.

Der Umweg, der am Ende der richtige Weg war

Sie bekam Einladungen und nahm zunächst eine Stelle an, von der ich ihr abgeraten hatte. Es handelte sich um eine 100-Prozent-Homeoffice-Stelle in einem kleinen Familienbetrieb, ohne strukturierte Einarbeitung, ohne Begrüßung, ohne klare Strukturen. Gereizt hatte sie an dieser Stelle in erster Linie die 100-Prozent-Remotemöglichkeit und die Flexibilität, die sie ihr in Bezug auf die Betreuung ihrer kleinen Kinder ermöglichte, sowie auf ihre hohen Ansprüche als Mama, Hausfrau und Tochter. Die Stelle hatte jedoch alle Rahmenbedingungen, die wir vorab als unpassend für sie als hochsensibler Mensch herausgearbeitet hatten.

Obwohl das AVGS-Coaching mit der Anstellung bereits abgeschlossen war, buchte Miriam privat noch eine Sparringstunde, als sie nach wenigen Wochen im neuen Job merkte, dass die Stelle tatsächlich nicht zu ihr passte. In dieser Sitzung haben wir die Situation gemeinsam analysiert und geschaut, wie es weitergehen kann. Ich habe ihr eine Stelle herausgesucht, die von außen deutlich besser zu ihr passte, mit klaren Strukturen, einem eingespielten Team und einer Unternehmenskultur, die hochsensiblen Menschen Halt gibt. Miriam hat dort auf Probe gearbeitet, den Vertrag unterschrieben und ist heute glücklich in dieser Stelle.

Da es sich um eine Hybridstelle handelt und die neue Position etwas von ihrem ursprünglichen Marketing-Expertenbereich entfernt ist, hat Miriam noch Respekt vor der Vielseitigkeit der Aufgaben und vor den zwischenmenschlichen Aspekten im Team vor Ort. Wir haben daher vereinbart, alle acht Wochen eine private Sparringstunde durchzuführen, damit sie in diesen Punkten die nötige Sicherheit gewinnt und gut in ihrer neuen Rolle ankommt.

Janas Geschichte: 50 Jobcoachingstunden bewilligt, 30 genutzt, ein Job beim Theater

Jana ist ausgebildete Theaterpädagogin. Sie hatte die letzten Jahre freiberuflich gearbeitet und wurde dabei zeitweise vom Jobcenter gefördert. Sie wünschte sich endlich eine feste Stelle, die wirklich zu ihr passt.

Eine Bewerbung, die ihre Persönlichkeit widerspiegelt

Bei Jana war die Herausforderung eine andere als bei Miriam. Es ging nicht nur um den passenden Job, sondern um eine Bewerbungsstrategie, die ihre außergewöhnliche Biografie richtig in Szene setzt. Ein klassischer chronologischer Lebenslauf hätte vor allem die Lücken gezeigt. Stattdessen haben wir eine kompetenzbasierte Bewerbung entwickelt, die ihre Erfahrungen bündelt, je nach Stellenanzeige angepasst und sie als das positioniert, was sie ist: eine vielseitig erfahrene Fachkraft im kreativ-pädagogischen Bereich.

Wir haben zusätzlich ein Portfolio entwickelt, das auch gestalterisch mutig war. Im Unterschied zur Privatwirtschaft werden Bewerbungen in Theatern und sozialen Projekten noch von Menschen gelesen. Eine besondere Bewerbung macht einen besonderen Eindruck, was sich bei Jana auch bewahrheitet hat.

Vier Einladungen aus sechs Bewerbungen

Jana erhielt vier Einladungen aus sechs Bewerbungen.

Am Ende hat Jana eine Stelle beim Theater gefunden und den Vertrag unterschrieben. Die verbleibenden Stunden ihres Gutscheins haben wir genutzt, um sie antizipierend auf den neuen Job vorzubereiten. Wir haben geübt, wie sie sich im neuen Team vorstellt, wie sie ihre Kommunikation in einem festen Ensemble gestaltet und wie sie ihr Nervensystem in der Einarbeitungsphase schützt. Resilienz lässt sich trainieren, auch bevor die erste Arbeitswoche begonnen hat.:-)

Was beide Geschichten verbindet

Miriam und Jana haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam. Sie arbeiten in unterschiedlichen Branchen, hatten unterschiedliche Ausgangssituationen und wurden mit unterschiedlichen Hürden konfrontiert. Aber bei genauerem Hinsehen verbindet beide dasselbe. Beide wussten, dass eine Standardjobsuche für sie nicht funktioniert. Beide suchten jemanden, der nicht einfach Bewerbungsunterlagen optimiert, sondern versteht, was hochsensible Menschen auf dem Arbeitsmarkt wirklich weiterbringt, wie Personalentscheidungen heute getroffen werden und was es in der heutigen Zeit braucht, um überhaupt eingeladen zu werden.

Das ist, was ich in meiner Beratung tue. Ich bringe 18 Jahre Erfahrung aus dem HR-Management mit, ich weiß, wie Personalentscheidungen auf der anderen Seite des Tisches fallen, und ich weiß als hochsensible Frau selbst, wovon ich spreche.

Dein nächster Schritt ohne Druck und ohne Papierkram

Wenn du dich in diesem Artikel wiedergefunden hast und du spürst, dass du dieses Mal nicht einfach den nächsten Job nehmen willst, sondern den richtigen, dann lade ich dich herzlich zu einem kostenfreien, unverbindlichen Kennenlerngespräch ein.

Wir schauen gemeinsam, wo du gerade stehst, was du wirklich brauchst und wie das AVGS Jobcoaching für dich finanziert werden kann. Ganz ohne Bürokratie-Stress, denn den übernehme ich sehr gern für dich.

Alle Details zum Coaching und zur Beantragung des AVGS findest du auf meiner Angebotsseite: www.jobleben-consulting.de

Deine berufliche Neuorientierung muss kein einsamer Kraftakt sein. Und sie muss schon gar nicht in der nächsten Erschöpfung enden.

– Saskia Vocke, Karriereberaterin für Hochsensible und Inhaberin von Jobleben Consulting

Häufige Fragen zum AVGS-Jobcoaching für Hochsensible

Warum brauche ich als hochsensibler arbeitssuchender Mensch ein spezielles Karrierecoaching und kein Standard-Programm?

Weil ein Standard-Programm nicht berücksichtigt, wie ein hochsensibles Nervensystem funktioniert. In klassischen Maßnahmen geht es vor allem darum, arbeitssuchende Menschen möglichst schnell wieder vermittelbar zu machen. Das Tempo, die Gruppenformate und die standardisierten Prozesse sind auf Masse ausgelegt, nicht auf individuelle Bedürfnisse. Hochsensible Menschen brauchen aber genau das Gegenteil: Zeit für Reflexion, einen geschützten Rahmen und jemanden, der versteht, dass der nächste Job nicht einfach irgendein Job sein darf.

Kann ich das Coaching auch während oder nach einer Therapie (z. B. wegen Burnout) machen?

Ja, das ist sogar sehr häufig der Fall. Karriereberatung und Psychotherapie schließen sich nicht aus, sie ergänzen sich. Die Therapie bearbeitet das Innere, die Karriereberatung bearbeitet den nächsten beruflichen Schritt. Ich arbeite regelmäßig mit Klienten zusammen, die parallel in therapeutischer Begleitung sind. Wichtig ist nur, dass du dich stabil genug fühlst, um an deiner beruflichen Zukunft zu arbeiten. Das klären wir gemeinsam im Kennenlerngespräch.

Was sollte ich vor der Jobsuche als hochsensibler Mensch unbedingt klären?

Bevor die erste Bewerbung rausgeht, empfehle ich meinen Klienten immer eine ehrliche Bestandsaufnahme. Dabei geht es nicht darum, was im Lebenslauf steht, sondern darum, was in der Vergangenheit wirklich Energie gekostet hat. Welche Rahmenbedingungen brauche ich, um gut arbeiten zu können? Welche Kriterien sind für mein Wohlergehen nicht verhandelbar, zum Beispiel Teamgröße, Führungsstil oder die Reizbelastung im Büro? Wer diese Fragen nicht klärt, bevor er sich bewirbt, riskiert, schneller als gedacht wieder im falschen Job zu landen.

Wie erkenne ich, ob ein Job wirklich zu meiner Hochsensibilität passt?

Ein Job passt zu dir als hochsensibler Mensch, wenn die Rahmenbedingungen dein Nervensystem schützen statt belasten. In meiner Beratungspraxis arbeite ich mit meinen Klienten immer zuerst heraus, welche konkreten Faktoren eben psychosomatischen Stress oder eben auch Wohlbefinden am Arbeitsplatz auslösen. Für manche ist es die Reizbelastung im Büro, für andere die Führungskultur, die Teamgröße oder die Frage, ob Homeoffice möglich ist. Ein gutes Zeichen ist auch, wenn du nach einem Arbeitstag zwar müde bist, aber nicht erschöpft. Das ist ein Unterschied.

Was passiert, wenn ich im Coaching merke, dass ich den falschen Job angenommen habe?

Dann arbeiten wir weiter. Wie Miriams Geschichte zeigt, ist das kein Scheitern, sondern manchmal ein notwendiger Zwischenschritt. Solange der AVGS-Gutschein noch Stunden hat, können wir die Situation gemeinsam analysieren und den nächsten Schritt planen. Und wenn der Gutschein bereits aufgebraucht ist, besteht die Möglichkeit, eine private Sparringstunde zu buchen, um die Situation neu auszurichten.

Du möchtest noch mehr über das Thema Hochsensibilität im Berufsleben lesen. Dann schau hier.

Hallo, mein Name ist Saskia Vocke!

Personalexpertin mit langjähriger Erfahrung, zertifizierte Burnout Beraterin und ausgebildete Fachberaterin für Hochsensibilität.
Aus meiner 15-jährigen Arbeit im Personalbereich weiß ich, dass „höher, schneller, weiter“ im Jobleben nicht mehr das Maß aller Dinge ist. Gesundheitsförderung, Werteorientierung und Sinnerfüllung sind die neuen Trendsetter. Dies möchte ich Ihnen nicht nur mit viel Empathie und Know-How vermitteln, sondern ich lebe diese Philosophie auch selber.

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