Die 30 besten Fragen und Antworten, die Frauen in der neuen Arbeitswelt helfen im Vorstellungsgespräch zu brillieren

Berufliche Neuorientierung wegen Stress und Burnout, Bewerbung 4.0

Kennst du die Situation, dass du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst und plötzlich ein diffuses Angstgefühl in dir hochkommt. In 4 Tagen sitzt du im Vorstellungsgespräch vor den Verantwortlichen und malst dir im Kopf die Situation aus und fragst dich, welche Fragen dir wohl gestellt werden? Dann habe ich die Lösung für dich. Eine Übersicht mit den besten 30 Fragen und Antworten, die Dir als feinfühlige Frau helfen im Vorstellungsgespräch zu brillieren.

Der erste Schritt ist geschafft. Du bist zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Viele meiner eher feinfühligen Kundinnen haben keine konkrete Vorstellung, welche Fragen denn heutzutage im Vorstellungsgespräch gestellt werden und wie Sie sich selbstbewusst und souverän präsentieren können. Vielleicht geht es Dir ja ähnlich?

Damit du dich bestmöglich auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten kannst, habe ich für dich die besten 30 Fragen und Antworten zusammengestellt, die dir helfen werden, im Vorstellungsgespräch zu brillieren, an Sicherheit zu gewinnen und überzeugend antworten zu können.

Ich habe jetzt noch eine gute und eine weniger gute Nachricht für dich. Fangen wir mit der weniger guten Nachricht an. Die Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch kostet Zeit und erfordert Einsatz und Motivation deinerseits. Damit meine ich jetzt nicht, dass du die Umsatzahlen deines Wunscharbeitgebers auswendig lernen sollst. Aber eine exzellente Vorbereitung ist das A und O, um den Job zu bekommen. Was du aber auch berücksichtigen solltest ist, dass du das Vorstellungsgespräch nie 100%ig kontrollieren kannst. Das bedeutet, dass es auch etwas vom Schicksal abhängt, welche Fragen dir gestellt werden. Bei einigen Fragen fällt eine Antwort leichter, bei anderen wird sie dir schwerer fallen. Damit aber die Wahrscheinlichkeit steigt, dass du im Vorstellungsgespräch brillierst, bitte ich dich, meine besten 30 Fragen und Antworten speziell für Frauen in der heutigen Arbeitswelt zu lesen. Ich verspreche dir, dass du dazulernen wirst.

Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Ich habe bereits mehrere Hundert Vorstellungsgespräche persönlich oder multimedial geführt und wurde natürlich selbst schon zu Vorstellungsgesprächen eingeladen. Aus diesem großen Erfahrungsschatz möchte ich schöpfen und dir einige wesentliche Hintergrundinformationen mitteilen, die dir zur Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch helfen sollen.


  • Kläre ab, wer an dem Vorstellungsgespräch teilnimmt, also wer deine Interviewpartner sind. (Personalabteilung und/oder Fachabteilung). Falls dir dies nicht mitgeteilt wird, schicke dem Adressaten deiner Einladung eine kurze E-Mail oder rufe eine Kontaktperson an und frage nach.
  • Nervosität im Vorstellungsgespräch ist vollkommen normal. Schließlich geht es um einen Job, den du gern ausüben möchtest. Je mehr Vorstellungsgespräche du durchlebst, desto ruhiger und selbstsicherer wirst Du. Wenn die Nervosität im Gespräch deutlich spürbar ist, empfehle ich dir, dies offen zu sagen. Hart, selbstbewusst und unnahbar zu sein, gehört der Vergangenheit an. Nervös und aufgeregt zu sein ist dagegen menschlich, insbesondere zu Beginn eines Gespräches. Meist legt sich die Nervosität ganz automatisch, wenn die ersten 15 Minuten rum sind.

Ablauf des Vorstellungsgespräches

Das Vorstellungsgespräch besteht aus 6 Teilen:

I. Small Talk
II. Unternehmensvorstellung
III. Selbstpräsentation
IV. Fragen vom Unternehmen an Sie
V. Rückfragen von Ihnen an das Unternehmen
VI. Abschluss

1. Small Talk zwischen dir und den Interviewteilnehmern

Die ersten 5 Minuten im Gespräch sind für den weiteren Verlauf von großer Bedeutung. Für den ersten Eindruck gibt es bekanntlich keine zweite Chance.
Nimm eine selbstbewusste, gerade Sitzhaltung ein. Ellenbogen gehören nicht auf den Tisch. Bedanke dich für ein angebotenes Getränk und hole ein kleines Notizheft heraus. Wesentliche Punkte und Informationen darfst du während des Gespräches festhalten. Du solltest natürlich nicht pausenlos schreiben, aber Stichpunkte dürfen sein und zeigen Professionalität und Interesse.

Meist beginnt die Unternehmensseite mit einem Small Talk über Standardthemen wie Wetter, Anreise usw., um die Atmosphäre zu lockern. Danach beginnt die Unternehmensvorstellung.

Dein Wunscharbeitgeber stellt sich vor

Die Personalverantwortlichen und/oder Abteilungsleiter oder Fach- und Führungskräfte stellen sowohl sich als auch das Unternehmen kurz vor. Vielfach lässt sich daraus schon ableiten, was für ein Umgangston im Unternehmen herrscht und wie „locker“ oder „formell“ die Zusammenarbeit abläuft.

Deine Selbstpräsentation

Viele Personaler bzw. Vorgesetzte treffen schon während deiner Selbstpräsentation bzw. der Frage „Frau XYZ, stellen Sie sich doch mal kurz vor und erzählen etwas über sich“ die Entscheidung, ob du zu ihrem Unternehmen passt. Daher hat die Selbstpräsentation im Bewerbungsgespräch eine ganz besondere Bedeutung. Außerdem ist sie der einzige Teil, auf den du dich gezielt vorbereiten kannst.


Eine Selbstpräsentation sollte nicht länger als 5 Minuten dauern. Anstatt monoton den Lebenslauf wiederzugeben (jeder der Anwesenden kennt diesen), ist es von großem Vorteil, wenn du dir einen selbstbewussten und auf das Unternehmen ausgerichteten originellen Einstieg überlegst. An diesem Punkt sollte sehr gut der Match zwischen Anforderungen (geforderte TOP Kompetenzen durch das Unternehmen) und Deinen persönlichen Kompetenzen erkennbar sein.

Stell dir die folgende Frage anhand der drei Kategorien: Fachlich, Individuell, Sozial: Was sind deine fachlichen, individuellen und sozialen Kompetenzen, die wertvoll für das Unternehmen sein werden.


Starte zum Beispiel so:

Mein Name ist Tina Musterfrau. Wie Sie meinem Lebenslauf entnehmen können, verfüge ich über umfangreiche Erfahrungen im Marketing und insbesondere Social Media Marketing, Content Marketing und SEO. Dieses Interesse begann schon vor meinem Studium als ich privat Webseiten erstellt habe und zieht sich wie ein roter Faden durch meine Vita (Fachliche Kompetenz). Mittlerweile habe ich zahlreiche Weiterbildungen in diversen Bereichen absolviert. In meiner aktuellen Position leite ich zudem ein Team von 6 Personen, was mir großen Spaß macht und was ich in Ihrem Unternehmen gern ausbauen würde. Ich habe mich bei Ihnen beworben, weil meine Kompetenzen exakt zu Ihren Anforderungen passen und mich auch die auf Ihrer Webseite dargestellte Firmenphilosophie und Ihre Werte wie „Förderung von Teamwork“ , „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ und „Menschlichkeit und Empathie am Arbeitsplatz“ sehr ansprechen. (Persönliche Kompetenz). Daher freue ich mich sehr, dass ich heute die Chance zu diesem Gespräch bekommen habe.

Die 30 besten Fragen und Antworten, die Frauen in der neuen Arbeitswelt helfen, im Vorstellungsgespräch zu brillieren

Im Vorstellungsgespräch geht es in erster Linie um deine Persönlichkeit. Fachwissen bringst du mit, denn sonst hätte das Unternehmen dich nicht eingeladen und würde die wertvolle Zeit in ein Gespräch mit dir investieren.

Also starten wir mit den Fragen zu deiner Persönlichkeit.

Frage 1: Welche Rolle übernehmen Sie in einem Team?
Antwort:

„Ich bin situationsabhängig in der Lage verschiedene Rollen einzunehmen. Manchmal bin ich der Projektleiter, der den Überblick über anstehende Aufgaben behält. Dann bin ich in einem anderen Projekt eher ausführendes anstatt leitendes Teammitglied. Meine Rolle im Team hängt davon ab wie ich am nützlichsten sein kann.“

oder:

„Oft übernehme ich die Koordination und Organisation, da ich Termine immer im Blick habe. Außerdem bin ich sehr kooperativ und hole gern sämtliche Mitarbeiter ins Boot.

Frage 2: Wie reagieren Sie, wenn Sie mit einer Entscheidung Ihres Vorgesetzten nicht einverstanden sind?

Antwort:

„Ich überlege mir, was mich an der Entscheidung konkret stört und warum. Wenn ich meine Bedenken klar formuliert habe, bespreche ich diese offen mit meinem Chef und versuche, ihm meine Zweifel nahezubringen.“

Frage 3: Wie würden Sie sich selbst in nur einem Wort beschreiben!

Antwort:

„Zuverlässig“, „kreativ“, „empathisch“, „loyal“ etc. (hier Keywords finden, die dich beschreiben und explizit für die ausgeschriebene Position wertvoll sind).

Frage 4: Sind Sie eher ein Anführer oder Ausführer?

Antwort:
„Sowohl als auch. In Teamprojekten übernehme ich gern die anführende Rolle, koordiniere Aufgaben und organisiere und entscheide. Gegenüber meinem Vorgesetzten bin ich der Ausführer, der die geplanten Vorgaben umsetzt.“

Frage 5: Hatten Sie schon einmal Schwierigkeiten mit Vorgesetzten und Kollegen?

Antwort:
„Ernsthafte Schwierigkeiten hatte ich noch nie, aber es gab durchaus schon mal regen Austausch und Kritik. Natürlich kommt das manchmal vor, wenn viele Menschen eng zusammenarbeiten. Bisher konnte ich solche Situationen jedoch immer sachlich lösen.“

Frage 6: Wie würden andere Sie beschreiben? (hier Kriterien verwenden, die auch für die Position wichtig sind)

Antwort:
„Ich werde oft von Freunden nach meiner Meinung gefragt, da ich Situationen gut einschätzen kann und es mir leichtfällt, mich in andere hineinzuversetzen.“

Frage 7: Sie schreiben in Ihrem Anschreiben, dass Sie ein kreativer Mensch sind. Inwiefern?

Antwort:

„Die besten Ideen habe ich, wenn ich mir vorstelle, ich wäre mein eigener Kunde. Als Kunde denkt man meist freier und kreativer über die Leistungen des Unternehmens nach. Außerdem pflege ich kreative Hobbies. Ich bin Webseiten-Designer, wie Sie meinem Lebenslauf entnehmen können. Mache das aber derzeit nur für Freunde.“

Frage 8: Was tun Sie, wenn sich ein Kunde beschwert und dabei ausfallend Ihnen gegenüber wird?

Antwort:


„Ich weise Ihn darauf hin, dass zufriedene Kunden das oberste Ziel unseres Unternehmens sind, bitte ihn aber gleichzeitig einen sachlichen und freundlichen Ton zu wahren.“

Frage 9: Weshalb haben Sie sich bei uns beworben?

Antwortmöglichkeiten:

„Die ausgeschriebene Stelle entspricht genau meinen Vorstellungen. Ich hätte somit die Chance endlich in meiner Wunschposition zu arbeiten.“

„Die von Ihnen ausgeschriebene Position bietet einen größeren Verantwortungsbereich. Ich könnte mich weiterentwickeln, was derzeit mein wichtigstes Ziel ist.“

„Aus familiären Gründen möchte ich meinen Arbeitsplatz näher an meinen Lebensmittelpunkt verlegen. Die Zeit, die ich durch die kürzeren Fahrtwege spare, kann ich effektiv in Ihrem Unternehmen einsetzen.“

Frage 10: Warum sollten wir gerade Sie einstellen?

Antwort:

Ich verfüge über spezielle Kenntnisse im Marketing. Mein aktueller Arbeitgeber nennt mich daher auch Online-Marketing Experte. Ich verfüge über das Fachwissen, was Sie suchen und was Ihr Unternehmen weiterbringen kann. Zudem bin ich ein absoluter Teamplayer und ein kreativer Geist.

Frage 11: Wo sehen Sie Ihre größten Stärken? (gern in Bezug zu den TOP Anforderungen der Position)

Antwort:
„Ich bin vielseitig interessiert und lerne gern Neues und arbeite mich in neue Sachverhalte mit großer Ruhe und Geduld ein. Diese Stärke kann ich auch in Ihrem Unternehmen einbringen, wenn ich mich mit Begeisterung neuen Aufgabenbereichen widme, die in meiner aktuellen Position so noch nicht vorkommen.

Alternativ:

Ich kann mich gut in Menschen hineinversetzen und mich daher auch auf schwierige Kunden und Ihre Bedürfnisse sehr gut einstellen. Ich trete selbstbewusst, durchsetzungsstark, aber stets freundlich und gelassen auf, auch in stressigen oder schwierigen Kundengesprächen.

Frage 12: Wo sehen Sie Ihre größten Schwächen?
(Nennen Sie eine Schwäche, die nicht relevant für den Job ist oder eine Schwäche, die Sie fast überwunden haben (Stichwort: Sie arbeiten an Ihren Schwächen).

Antwort:

Ich bin manchmal etwas unorganisiert, gerade wenn viele Aufgaben anstehen. Daher arbeite ich mittlerweile beruflich und auch privat mit TO Do und Prioritätenlisten, was wunderbar funktioniert.

Alternativ:

Ich bin sehr nervös, wenn ich vor vielen Menschen sprechen muss. Dass ich dies dann trotz der Nervosität sehr gut hinbekomme, liegt an meiner sehr guten Vorbereitung. Das beruhigt mich.

Frage 13: Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

Antwort:
Ich hoffe in 5 Jahren Ihre Erwartungen erfüllt beziehungsweise übertroffen zu haben. Dann wäre ich gern an dem Punkt, Personalverantwortung und Managementaufgaben zu übernehmen.

Alternativ:

Ich werde einen Job ausüben, der mir Spaß macht und den ich mit Begeisterung erfülle. Ich möchte in einem Unternehmen arbeiten, welches mir die Chance gibt, mein Fachwissen auszubauen und interessante Aufgaben zu erledigen.

Frage 14: Was reizt Sie an der ausgeschriebenen Position besonders?

Antwort:

Die ausgeschriebene Position ist sozusagen der nächste logische Schritt in meinem Werdegang. Sie bietet mir das Mehr an Verantwortung, das ich suche und einen breiteren Aufgabenbereich.

Frage 15: Warum haben Sie die Ausbildung/ das Studium abgebrochen?

Antwort:

„Im Nachhinein betrachtet habe ich andere Erwartungen an das Studium/ die Ausbildung gehabt. Ich habe daraus gelernt und treffe meine Entscheidungen jetzt nur noch gut informiert.“

Alternativ:

„Ich entdeckte mitten im Studium/Ausbildung meine Leidenschaft für…… und habe mich entschieden, einen anderen Berufsweg einzuschlagen, da ich überzeugt bin, dass man seinen Beruf nicht nur sehr gut, sondern auch sehr gerne ausüben sollte.

Frage 16: Wie gehen Sie mit Veränderungen im Job um?

Antwort:

„Veränderungen gehören zum Leben und zum Alltag dazu. Man sieht ja derzeit wie die Pandemie unsere Arbeitswelt verändert hat im Sinne eines „New Work“ Arbeitsstils mit mehr Flexibilität, mehr Homeoffice, einem stärkeren Vertrauen zum Vorgesetzten bei gleichzeitiger Abwesenheit. Ich kann mich bei Veränderungen schnell umstellen und bringe gern eigene Ideen ein und gestalte mit.“

Frage 17: Was unterscheidet Sie von anderen Bewerbern?

Antwort:
„Aufgrund meiner Erfahrungen im Online-Marketing und Content Marketing und da Sie mir ein genaues Bild von der zu besetzenden Position vermittelt haben, denke ich, dass ich die optimale Besetzung für die Position bin.

Frage 18: Wie würde Ihr letzter Chef Sie beschreiben?

Antwort:
„Mein Chef schätzt meine selbstständige und professionelle Arbeitsweise sehr. Auch betont er ständig, wie sehr er meine Arbeitsleistung und meine Ergebnisse schätzt. Aus diesem Grund hat er mir verschiedene Projektleitungen anvertraut.“

Frage 19: Sie waren nicht lange bei Ihrem letzten Arbeitgeber. Wie lange werden Sie bei uns bleiben?

Antwort:
„Ich habe nach wenigen Monaten gemerkt, dass die Vorstellungen von der Zusammenarbeit zwischen mir und dem Unternehmen sehr unterschiedlich waren. Das war beim Vorstellungsgespräch so nicht absehbar. Ich habe aus dieser Erfahrung gelernt, dass ich mich noch besser informiere und verstärkt auf mein Bauchgefühl höre. Ich bin ein Mensch, der ein langfristiges Beschäftigungsverhältnis sucht. Das können Sie auch daran sehen, dass ich ansonsten immer mehrere Jahre angestellt war.“

Frage 20: Was sind Werte, die Ihnen im Job ganz wichtig sind? Wann haben Sie sich zuletzt dafür eingesetzt?

Antwort:
„Mir ist ein kollegiales Miteinander, Vertrauen zwischen den Kollegen und zum Vorgesetzten sehr wichtig. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass man nur im Team 100% und mehr leisten kann. Ein sehr gutes soziales Miteinander ist daher das A und O.“

Frage 21: Wie gehen Sie mit Beschwerden bei Ihren Kunden um? Welche Verbesserungen haben Sie umgesetzt, um Beschwerden in Ihrem Bereich zu minimieren?

Antwort:
Je nachdem wie groß der Umfang der Beschwerden sind, nehme ich persönlich Kontakt mit dem Kunden auf, lasse ihn erstmal sein Anliegen erläutern und signalisiere ihm Verständnis, um ihn erstmal zu beruhigen. Ich versuche ihm sachlich und freundlich zu erklären, dass wir das Problem, sofern wir tatsächlich der Verursacher sind, beheben werden und biete ihm ein kulantes Entgegenkommen an. Dies jedoch nur, falls es sich um eine Beschwerde höheren Ausmaßes handelt.“

Frage 22: Warum haben Sie Ihren letzten Job gekündigt?

Antwort:

Ich wurde für eine gewisse Position eingestellt, die exakt meinen Werten, Interessen und Kompetenzen entsprach. Leider entpuppte sich diese Position aber als ganz anders, mit anderen Aufgaben und auch anderen Ansprechpartnern als vereinbart. Ich bin ein sehr vertrauenswürdiger Mitarbeiter. Aber ich erwarte dies auch von dem Unternehmen für das ich arbeite. Mir ist es wichtig, eine Position auszuüben, die mir voll und ganz entspricht und Spaß macht. Da ich überzeugt bin auf Grund meiner Kompetenzen schnell eine neue Beschäftigung zu finden, habe ich den Schlussstrich gezogen, um genau die Position zu finden, die mich langfristig erfüllt. Und genau darum freue ich mich heute hier mit Ihnen das Gespräch zu führen.

Frage 23: Was sollten wir unbedingt über Sie wissen?

Antwort:

Ich kombiniere eine Vielzahl an Eigenschaften, die mich für die ausgeschriebene Position auszeichnen. Das wäre: meine analytische Vorgehensweise, meine Teamfähigkeit und mein unbändiger Wille dazuzulernen. Dazu kommt, dass ich über die Fachexpertise verfüge, die Sie suchen. Und das, was ich fachlich noch nicht kann, lerne ich sehr gern dazu.

Frage 24: Was würde Ihr ehemaliger Chef Negatives über Sie sagen?

Antwort: Zunächst denke ich, dass mein ehemaliger Arbeitgeber ziemlich lange nachdenken würde, um Negatives zu benennen, das auch Auswirkungen auf die Arbeitsergebnisse hat. Manchmal fällt es mir schwer mal „Nein“ zu sagen, wenn er mit zusätzlichen Aufgaben um die Ecke kommt. Meine Arbeit macht mir großen Spaß und da ist es in der Vergangenheit schon mal passiert, dass ich zusätzliche Aufgaben übernommen habe und dann ins Trudeln geraten bin. Dies hat er gemerkt und wir haben dann entschieden, dass wir uns stärker austauschen, um besser auszuloten, was geht und was eben auch nicht mehr.

Frage 25: Was irritiert Sie an Menschen und wie kommen Sie damit zurecht?

Antwort: Mich irritiert, wenn Menschen sehr launisch sind und stark -für mich ohne ersichtlichen Grund- die Stimmung wechseln. Das ist mir bei einem Kollegen mal passiert. Er war Montags bester Laune, Dienstag war er so schlecht drauf, dass er in einem für mich unprofessionellen Ton mit mir gesprochen hat. Verstehen Sie mich nicht falsch. Jeder hat mal einen schlechten Tag. Aber wenn es andauernd so ist und ich mit dieser Person zusammenarbeite, dann ist es mir wichtig, dass ein harmonisches Miteinander herrscht. Ich habe daraufhin den Kollegen angesprochen und ihn gefragt, was los ist. Es kamen private Probleme seinerseits zu Tage und er konnte diese im Job nicht gut ausblenden. Dadurch konnte ich aber seine Launen besser ertragen.

Frage 26: Ihre 2 kleinen Kinder liegen mit dicker Grippe im Bett und Sie haben einen wichtigen Termin im Büro. Wie lösen Sie das ? (Die Frage geht sehr ins Private und sollte eher von Firmenseite nicht gestellt werden. Leider tun dies noch immer viele Firmen, besonders, wenn sich Frauen mit kleinen Kindern für eine Vollzeitposition bewerben)

Antwort:

Wie Sie bereits meinem Anschreiben entnehmen konnten, würde ich mich mit zwei kleinen Kindern nicht für eine Vollzeitstelle bewerben, wenn die Betreuung nicht von allen Seiten abgesichert ist. Ich habe mir ein Netzwerk aufgebaut, das aus einer Ganztagsbetreuung bis 16h, den jungen Großeltern und meinem Mann besteht, der auch beruflich flexibel ist. Somit steht immer jemand bereit, um ein krankes Kind zu betreuen. Ich erhoffe mir auch Dank ihrer Firmenphilosophie, die sich für eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausspricht, eine offene Tür für eine hochmotivierte Mutter mit 2 kleinen Kindern. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und der Veränderung am Arbeitsmarkt sollte „Kinder haben“ doch kein Hindernis mehr darstellen.

Frage 27: Was werden Sie in den ersten 100 Tagen diese Jobs unternehmen?

Antwort:

Ich werde versuchen, mich bestmöglich in die Teamstrukturen zu integrieren und den Onboarding Tools durch das Unternehmen folgen. Dann freue ich mich auf erste Projekte, die ich durchführen kann. Wie bei jedem neuen Job sind feste Ansprechpartner wichtig, an die ich mich immer wenden werde, wenn es Fragen gibt.

Frage 28: Warum haben Sie da eine Lücke im Lebenslauf?

Antwort:

Mir ist immer sehr wichtig, dass ich zu 100% zu dem stehe, was ich tue. Dazu zählt auch, dass der Job meinen Stärken und Interessen entspricht, dass die Position so ist, wie es mir versprochen wurde und dass das Arbeitsklima harmonisch und teamorientiert ist. Dies war leider bei meinem ehemaligen Arbeitgeber nicht der Fall. Glauben Sie mir: ich habe mir sehr lange und sehr gut überlegt, ob ich diese „Lücke“ riskiere und selber kündige, um mich dann auf die Suche nach dem richtigen Job konzentrieren zu können. Ich handele nie unüberlegt, bin derzeit aber sehr glücklich über diese Entscheidung und freue mich, dass ich jetzt hier im Vorstellungsgespräch sitze, um möglichst zeitnah neue berufliche Wege einzuschlagen.

Frage 29: Haben Sie in der Vergangenheit schon mal etwas bereut?

Antwort:

Ich habe in der Vergangenheit erfahren, dass ein männlicher Kollege, der den gleichen Job ausübt, deutlich mehr verdient hat als ich. Das hat mich schon sehr gewurmt, aber ich hatte nicht den Mut, dieses Thema bei meinem Vorgesetzten anzusprechen. Das würde ich heute anders machen. Denn zum Glück ändern sich ja gerade die Zeiten und eine Gleichbehandlung wird von vielen Firmen zumindest angestrebt.

Frage 30: Ist es Ihnen schon mal passiert, dass die Arbeit im Team nicht wie gewünscht lief? Was haben Sie unternommen?

Antwort:

Ich habe vorgeschlagen, die Probleme im Team offen zu besprechen. Jedes Teammitglied ist zu Wort gekommen. Dabei kam heraus, dass drei Teammitglieder überlastet waren. Daraufhin haben wir die Aufgaben neu verteilt und 14 Tage später ein neues Meeting angesetzt, um zu sehen, ob sich die Problematik entschärft hat. Und genau so war es dann auch.

So, jetzt hast du eine Karriereberatungs-Session to go erhalten und kannst souverän und sicher im Vorstellungsgespräch antworten. Gern unterstütze ich dich bei einem Vorstellungsgesprächs-Training per Zoom. Vereinbare doch gern ein kostenloses Kennenlerngespräch und wir finden gemeinsam heraus, wie ich dir helfen kann.

Deine Saskia Vocke

Wenn Sie mir erzählen möchten, welche Tipps Sie anwenden oder falls Sie Anregungen haben oder persönliche Wünsche für einen Blogbeitrag, schreiben Sie doch gern an: office@jobleben-consulting.de.

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Quellenangaben:

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Kurze Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit wird in diesem Blogartikel für Bezeichnungen, die sich auf alle Geschlechter beziehen, nur die männliche Form verwendet. Gemeint sind selbstverständlich alle Menschen und niemand soll dadurch diskriminiert werden.

Hallo, mein Name ist Saskia Vocke!

Personalexpertin mit langjähriger Erfahrung, zertifizierte Burnout Beraterin und ausgebildete Fachberaterin für Hochsensibilität.
Aus meiner 15-jährigen Arbeit im Personalbereich weiß ich, dass „höher, schneller, weiter“ im Jobleben nicht mehr das Maß aller Dinge ist. Gesundheitsförderung, Werteorientierung und Sinnerfüllung sind die neuen Trendsetter. Dies möchte ich Ihnen nicht nur mit viel Empathie und Know-How vermitteln, sondern ich lebe diese Philosophie auch selber.

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